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Anfänger im Garten + Vorkultur

16. Februar 2016
karotten-keimling

Nicht jeder hat einen grünen Daumen oder weiß, was er mit einem Gemüsegarten anfangen soll. Ein kleines Garten Einmaleins habe ich für typische Gartenanfänger vorbereitet, um die Gartenarbeit zu erleichtern.

Was kann ich als Anfänger pflanzen, damit ich garantiert etwas ernten kann und wann?

Wer das erste Mal einen garten betreibt und noch nicht all zuviel Erfahrung hat möchte auch auf jeden Fall Erfolg haben. Mit diesen Pflanzen hat auch der Anfänger auf jeden Fall Erfolg! Es sollten die Hinweise auf Vorzucht und Direktsaat dabei beachtet werden. Die besten Pflanzen für den Anfang wären:

  • Beerensträucher (wie Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren)
  • Blumenkohl (habe ich selbst schon angebaut und für Anfänger einen kleinen Erfahrungsbericht geschrieben. Diesen könnt Ihr hier nachlesen.
  • Bohnen, Direktsaat im Beet zwischen April und Juli.
  • Brokkoli
  • Erbsen, Direktsaat im Beet im April und Mai.
  • Erdbeeren
  • Gurken, Vorzucht im April und Mai im Gewächshaus.
  • Karotten, Vorzucht zwischen Januar und März.
  • Mais, Direktsaat April und Mai.
  • Mangold
  • Paprika, Vorzucht im Januar und Februar.
  • Radieschen, Vorzucht im Februar.
  • Rosenkohl
  • Rote Beete, Direktsaat im Beet zwischen April und Juni.
  • Rübchen
  • Salat
  • Saubohnen
  • Tomaten, Vorzucht im März und April.
  • Weiß- und Grünkohl
  • Zucchini, Vorzucht im März und April.
  • Zwiebeln, Direktsaat im März oder April.

Was ist „vorziehen“ und in was ziehe ich mein Gemüse vor?

Gemüse wie Paprika, Peperoni, Tomaten, Zucchini werden vorgezogen. Das bedeutet, dass die Samen erst in kleinen Behältnissen und in warmer Umgebung gesät werden und dort langsam groß werden, bis sie nach den Eisheiligen (15. Mai) ins Freie gesetzt werden können und man keine Angst mehr vor Frost haben muss.

sonnenblumen
Sonnenblumen in der Vorkultur

Um Geld zu sparen, können die Samen in saubere Sahne- oder Joghurtbecher gesetzt werden. Oder sonstige Plastikbecher. Empfehlen kann ich kleine Schnapsbecher. Diese können, sobald die Pflanze zu groß wird, einfach zerbrochen werden und die Pflanze samt ihrer Erde in einen größeren Topf gesetzt werden. Auf diese Art und Weise erhält die Pflanze keinen allzu großen Schock beim Umtopfen.

Eine andere Möglichkeit seine kleinen Pflanzen warm zu halten ist das setzen in ein kleines Gewächshaus. Dies ist preiswerter als ein großes im Freien und in ihm sind die kleinen Pflanzen sehr lange sicher und haben es auf der Fensterbank sehr warm und hell. Die optimalen Bedingungen für das Pflanzenwachstum.

Eine Alternative für das Gewächshaus wären die Kunststoffschalen von Feldsalat. Wer sich also Feldsalat in einer solchen Schale kauft, sollte zwei Mal überlegen, ob er sie weg wirft. Ausgewaschen und mit Deckel, ersetzt sie das Gewächshaus. Ist im Vergleich zwar kleiner, aber ich denke, für Anfänger reicht das allemal.

Pflanzen schonend wären Anzuchttöpfe. Diese schonen wie die Schnapsbecher die Pflanzen beim Umtopfen, da die Töpfe biologisch abbaubar sind und einfach samt Pflanze und Erde ins Freie gesetzt werden können.

Nie vergessen, wo was wächst

Ich persönlich, würde sofort wieder vergessen, wo ich was gesät habe. Damit dies nicht passiert kann man Schilder in die Töpfe geben. Ob gekaufte Kunststoffschilder oder in den Saattüten vorhandene Schilder, selbstgebastelt aus Papier, aus alten Eisstielen oder Holzwäscheklammern, die Hauptsache ist, dass irgendwie notiert wurde, was in den kleinen Töpfen und Behältern wächst.

An welchem Platz ziehe ich mein Gemüse vor?

Der beste Platz für die geschützte Vorkultur ist in Frühbeetkästen, Gewächshäusern, beheizten Minigewächshäusern oder auf der Fensterbank. Dort erlauben die frostempfindlichen Pflanzen eine Vorzucnht in Kästen, wie Anzuchtschalen oder in einzelnen Töpfen. Mehrmaliges Pikieren ist vor dem Umsetzen ins Beet notwendig bei folgenden Pflanzen: Tomate, Kürbis, Aubergine, Zucchini, Peperoni und Paprika.

Die Direktsaat wird für Pflanzen angewendet, die das Umtopfen nicht vertragen wie zum Beispiel Karotten, Pastinaken, Radieschen und Lupine.

Die richtige Temerpatur – So gelingt die Vorkultur:

Optimale Keimtemperatur Gemüseart Bemerkungen
Kühle Vorkultur

(12-16 °C)

Dicke Bohnen, Erbsen, Möhren, Salat, Pastinaken, Rettiche, Radieschen und Spinat Nach der Keimung bei 10-20 °C weiterkultivieren
Mittlerer Wärmebedarf
(16-20 °C)
Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Kohlrabi, Knollenfenchel, Mangold, Mai- und Herbststrüben, Porree, Petersilie, Rote Beete, Schnittlauch, Sellerie, Zwiebeln und Wirsing Nach der Keimung bei 16-20 °C weiterkultivieren
Warme Anzucht
(22-26 °C)
Andenbeere, Auberginen, Busch- und Stangenbohnen, Gurken, Melonen, Kürbis, Zucchini, Paprika, Peperoni, Tomaten und Zuckermais Nach der Keimung bei 18-20 °C weiterkultivieren

In meinem Garten sieht es im Februar schon so aus! (von links nach rechts: Radieschen, Tomaten und Salat)

vorkultur

  1. Ein Kommentar aus G+ von Christine:
    Hast Dir viel Mühe mit der Zusammenstellung deiner Tipps gemacht bei den Möhren ist es meiner Meinung nach nicht anzuraten sie vorzuziehen ich finde die beste Art ist sie an Ort und Stelle zu sähen wenn der Boden offen ist jederzeit gleich in Reihen mit den Steckzwiebeln darf sogar schon im Februar sein …dann sie mit einem Wachstumsvlies abzudecken sie brauchen ja 3 Wochen bis zur Keimung da darf keine Nachbarskatze dazwischengeraten sie lassen sich nicht verpflanzen und Tomaten sähe ich zwar meist im Februar aus aber ich habe kühle helle grosse Fenster..März ist die beste Wahl. April ist zu spät selbst frühe Sorten schaffen dann keine grösseren Erträge mehr.
    ♥ LG

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