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Lampionblume: Pflege und Überwinterung

31. Oktober 2015
lampionblume

lampionblume

Die Lampionblume wird, durch ihre leuchtende orangene Farbe, als Schmuckpflanze immer beliebter. Immer öfter fällt mir in Gärten, diese besondere Züchtung auf, da sie sehr pflegeleicht ist. Die Lampionblume kann eine Wuchshöhe bis zu einem Meter erreichen und trägt im inneren des Lampion eine kleine fleischige Frucht. Die herzförmigen Blätter erreichen eine erstaunliche Länge von bis zu 10 Zentimetern. Durch die zum Herbst passende orangene Farbe wird der Lampion getrocknet oder zu Dekorationszwecken verwendet.

Der ideale Standort für die Lampionblumelampionblume

Die Lampionblume ist an Wärme und Sonne gewöhnt. Dem entsprechend sollte auch der Standort ausgewählt werden. Am ehesten bevorzugt die Lampionblume ein sonniges Plätzchen. Dabei sollte die Erde aber konstant feucht gehalten werden. Auch starke Hitze verträgt die Lampionblume sehr gut. Setzt man die Blume an einen halbschattigen Platz, sollte die Erde nicht allzu feucht sein. Was in diesem Fall zu berücksichtigen ist: ein halbschattiger Platz wirkt sich negativ auf die Blütenbildung aus. Bei der Kultivierung sollte ein windgeschützter Platz für die Lampionblume und ein Abstand zueinander, von etwa einer halben Wuchsbreite, gewählt werden.

Da die Lampionblume stark wuchert, wird die Pflanze gerne in den verwilderten Bereichen des Gartens gepflanzt. Dort entfaltet sie im Herbst und im Wintere ihre leuchtende orangene Farbe.

Lampionblume gießen, düngen und überwintern

Wie vorhin schon erwähnt, ist die Lampionblume sehr pflegeleicht. Das Gießen ist besonders in der Anzuchtphase wichtig, damit sich schöne und kräftige Früchte und Blätter bilden. Auch während der Sommermonate sollte die Blume immer ausreichend gewässert werden.

Ob man die Lampionblume düngen möchte muss jeder für sich entscheiden. Wird die Blume hin und wieder gedüngt, bekommen die Blätter im Herbst eine kräftige Farbe. Eine zu hohe Versorgung hingegen führt zu einer kräftigen Laubentwicklung, die Frucht hingegen lässt stark nach. Wenn gedüngt wird, sollte Rhododendrondünger verwendet werden.

Während der Wintermonate kann die Pflanze problemlos durch ihre Winterhärte im Garten bleiben, jedoch verträgt die Lampionblume keine anhaltenden Frostperioden.

Die Lampionblume schneidenlampionblume

Wie ebenfalls schon erwähnt, überwuchert die Lampionblume auch sehr leicht benachbarte Pflanzen. Selbst Gartengrenzen stellen für die Lampionblume kein Hindernis dar. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, bei der Kultivierung der Pflanze eine spezielle Wurzelsperre anzubringen. Kräftige Folien, die nicht verrotten, haben sich bewährt. Das Pflanzloch dabei sorgfältig damit auskleiden. Wer kein Risiko eingehen möchte, seinen Garten zu Überwuchern, kann die Lampionblume auch in einem Topf pflanzen. Ich habe die Pflanze in einen schönen Holzkorb gepflanzt, den ich jetzt im Herbst entweder im noch warmen Wintergarten oder im Garten, beispielsweise auf der Terrasse, halten kann.

Falls die Ausbreitung schon außer Kontrolle geraten ist, müssen die betroffenen Pflanzenteile ausgegraben werden. Hierbei ist Sorgfalt gefragt: Wird auch nur ein kleiner Pflanzen- oder Wurzelteil übersehen, treibt die Pflanze wieder aus.

Aufgrund der Wuchsfreudigkeit und dem Zweck der Dekoration eignet sich ein Rückschnitt der Lampionblume. Dieser sollte am besten im Frühjahr erfolgen. Den richtigen Zeitpunkt erkennt man an den unansehlichen Stängel. Die Lampionblume wird bodennah zurückgeschnitten und der Schnitt darf großzügig geschnitten werden. Wer Die Lampionblume aus Dekorationszwecken hält, schneidet die Lampionblume in der Regel erst im Spätsommer. Hierzu können entweder die Triebe oder komplette Äste inklusive Fruchtstände abgeschnitten werden.

Die Lampionblume vermehren

Die Vermehrung der Lampionblume erfolgt quasi von selbst, da sie sich mit Hilfe von Ausläufern fortpflanzt. Falls noch keine Lampionblumen im Garten vorhanden sind, kann die Pflanze mit Hilfe von Stecklingen oder Samen vermehrt werden. Um Samen zu gewinnen, muss auf die Fruchtreife gewartet werden.

Hier wachsen während der Sommermonate innerhalb der Lampions orangene und fleischige Früchte heran. Im August können diese mitsamt des Lampions von der Pflanze abgepflückt werden. Zu diesem Zeitpunkt sin die umgebenen Blätter recht dünn und können problemlos sternförmig aufgebrochen werden, sodass die Frucht freigelegt wird. Durch leichtes Drehen wird die Frucht aus dem Fruchtstand entfernt und kann durch leichtes Drücken aufgebrochen werden. Die Anzucht mit Hilfe dieser Pflanzensamen erfolgt am besten im Februar in einem warmen Raum. In ihrer Anfangsphase benötigt die Pflanze ordentlich Wasser und Sonne. Nach dem 15. Mai, den Eisheiligen, können die Jungpflanzen ins Freie gesetzt werden.

Wer die Lampionblume durch Stecklinge vermehrt, muss die Rhizome mehrfach mit einem Messer teilen. Hier ist der Herbst der beste Zeitpunkt, insbesondere die Oktoberwochen. Hat man die Rhizome geteilt, können die Wurzelstücke eingepflanzt und gut gegossen werden.

Achtung giftig

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Kapstachelbeere. Quelle: Flickr. Linzenz: https://www.flickr.com/photos/pressebereich_dehner/6801344703/in/photolist-A5Ppi-qqqZj-hTKue-55M4aZ-cdgnwh-cGvr6m-bn1EPR-cGAgs1-knN3Q/

Wer Lampionblumen kultiviert, sollte bedenken, dass einige Teile der Pflanze ein gewisses Giftpotential aufweisen. Ob die Beeren giftig sind oder nicht, wird selbst unter den Experten noch diskutiert. Einige Experten gehen davon aus, dass die Früchte in kleinen Mengen verzehrt werden dürfen, jedoch nicht von Kindern und empfindlichen Menschen. Andere vertreten die Meinung, dass selbst eine kleine Menge, ein gewisses Giftpotential aufweist. Fest steht aber, dass grüne Pflanzenteile Bitterstoffe enthalten, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können. Bitterstoffe führen zu Reizungen des Magens und des Darms und kann beispielsweise zu Erbrechen oder Durchfall führen.

Die Frucht der Lampionblume darf jedoch nicht mit der der Kapstachelbeere verwechselt werden!

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